Verhaltensmedizinische Intervention bei Morbus Parkinson

Zusammenfassung

Das Trainingsprogramm “Verhaltensmedizinische Intervention bei Morbus Parkinson” hat erwachsene Patienten, die an Morbus Parkinson erkrankt sind, als Zielgruppe. Das Ziel des Trainings ist es, zusätzlich zu den Medikamenten neue Strategien im Umgang mit den durch die Krankheit verursachten Beeinträchtigungen kennenzulernen und einzuüben. Wichtige Inhalte sind das Erlernen eines Entspannungsverfahrens und seine Anwendung in der natürlichen Umgebung, Training motorischer Fertigkeiten unterstützt durch EMG-Feedback, insbesondere durch den Erwerb der Fertigkeit, externe Hinweisreize zu gestalten und zu nutzen, und der Erwerb sozialer Fertigkeiten.

Das Programm besteht aus 20 Unterrichtseinheiten und wird für eine Gruppe von 3 bis 5 Patienten empfohlen. Die Leitung der Schulung obliegt einem Psychologen, der in Verhaltenstherapie geschult ist und über Kenntnisse in Neurobiologie und Biologischer Psychologie verfügt.

Autoren Ute Strehl, Nils Birbaumer Unter Mitarbeit von Barbara Federmann, Marion Hennecke, Regina M. Mattes, Bettina Mohr, Viktor Müller, Regina Rosin, Brita Sauter Das Trainingsprogramm wurde im Rahmen eines mit Mitteln der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Projekts “Beginn und Kontrolle von Patienten mit Morbus Parkinson” entwickelt.
Lizenzhinweise publiziert
Bezugsquelle Strehl,U. & Birbaumer,N.(1996). Verhaltensmedizinsche Intervention bei Morbus Parkinson.Beltz Psychologie Verlags Union:Weinheim ISBN 3-621-27322-0
Kosten 58 Euro (Stand: März 2022)
Schlagworte Morbus Parkinson
Stand 1. Auflage 1996
Anmerkungen zum Bezug Das Buch gliedert sich in drei Abschnitte: – Abschnit I enthält eine knappe Einführung in die Symptomatik, Diagnose und Therapie von Morbus Parkinson – Abschnitt II beschreibt die Grundlagen des Trainingsprogramms – Abschnitt III enthält die im Programm vorgesehenen 20 Sitzungen unter detaillierter Angabe von Zielen, Inhalten und Methoden sowie den einzelnen Übungen

Ziele und Inhalte

Zielgruppe des Programms
Fachgebiet/Indikation Neurologie
Thema/Erkrankung Morbus Parkinson
Zielgruppe des Programms Erwachsene
besondere Zielgruppenkriterien Patienten, die an Morbus Parkinson erkrankt sind. Art und Schweregrad der Beeinträchtigung ist für jeden Patienten unterschiedlich. Dennoch ähneln sich die Probleme: – Bewegungen, die schwierig sind – Fehlen an Energie, etwas zu unternehmen – Verstärkung der Symptome, wenn die Patienten etwas schnell tun sollen oder in emotional belastenden Situationen (S.53)
Ausschlusskriterien Patienten, die zusätzlich durch eine dementielle Erkrankung eingeschränkt sind (S.32)
Durchführung und Themen
Setting k.A.
Teilnehmerzahl 3 bis max. 5 Patienten (S.32)
Anzahl der Einheiten 20 Sitzungen (S.53)
Dauer der Einheiten 90 Minuten (S.53)
Frequenz der Einheiten 2 Einheiten pro Woche (S.53)
Ziele und Inhalte
Ziele des Programms
  • Wissenserwerb
  • Training von Fertigkeiten
  • Einstellung zu gesundheitsgerechtem Lebensstil
  • Unterstützung zur Reduktion von Angst und Depressivität
  • Training der (krankheitsbezogenen) sozialen Kompetenz
Inhalte
  1. Einführung in das Programm
  2. Entspannung und EMG-Feedback
  3. Patienteninformation I: Die Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten
  4. Mimik
  5. Sprechen
  6. Sprechen; Mimik
  7. Rollenspiele; Sprechen
  8. Gang und Haltung
  9. Gang und Haltung
  10. Automatische Bewegungsabläufe
  11. Feinmotorik
  12. Schreiben
  13. Streßmanagement; Sprechen
  14. Streßmanagement
  15. Patienteninformation II: Erährung und Schlaf
  16. Selbstsicherheit
  17. Umgang mit schwierigen Situationen
  18. Cafèbesuch
  19. Gedächtnis; Die Zeit nach der Therapie
  20. Rückfallprävention
Anmerkungen zu Zielen und Inhalten Die Lernziele sind im Manual konkret definiert. Bei Vorliegen einer Depression wäre zu prüfen, ob diese nicht zunächst behandelt werden sollte. Leichtere depressive Verstimmungen können im Rahmen des Programms bearbeitet werden. Eine Zusammenstellung nach Dominanz der Symptome (Tremor, akinetisch rigide, Äquivalenz) kann in Erwägung gezogen werden, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Wenn der Schweregrad nach Hoehn & Yahr bei 4 oder 5 liegt, sollte überprüft werden, ob eine Einzeltherapie nicht besser geeignet ist. Für die Gruppen wird zumindest für einen Teil der Sitzungen ein Co-Therapeut hilfreich sein, bei schwererer körperlicher Beeinträchtigung des Patienten ist dies auch in der Einzeltherapie erforderlich. (S.32) Eine Ausweitung der Zahl der therapeutischen Sitzungen kann erforderlich sein, wenn die Gruppenmitglieder von ihrer Symptomatik her dem Äquivalenztyp zuzurechnen sind und entsprechend vielfältige Symptome aufweisen. Auch bei fortgeschrittener Symptomatik vor allem im Bereich der Motorik sollten die entsprechenden Übungen öfter und detaillierter als vorgegeben durchgeführt werden. In der Regel sollte von 30 Sitzungen ausgegangen werden, da möglichst viele Wiederholungen, möglichst häufiger Einsatz von Feedback (EMG-Biofeedback, Videoaufzeichnungen) und möglichst viele Übungen im Alltag entsprechend mehr Sitzungen benötigen (S.46)

Didaktik und Methoden

Benutzte Methoden
Methodenliste
  • Vortrag
  • Diskussion
  • Verhaltenstraining oder Übung oder Rollenspiel
  • Einzelarbeit
Anmerkungen zu Methoden Die Lernziele sind im Manual konkret definiert. Bei Vorliegen einer Depression wäre zu prüfen, ob diese nicht zunächst behandelt werden sollte. Leichtere depressive Verstimmungen können im Rahmen des Programms bearbeitet werden. Eine Zusammenstellung nach Dominanz der Symptome (Tremor, akinetisch rigide, Äquivalenz) kann in Erwägung gezogen werden, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Wenn der Schweregrad nach Hoehn & Yahr bei 4 oder 5 liegt, sollte überprüft werden, ob eine Einzeltherapie nicht besser geeignet ist. Für die Gruppen wird zumindest für einen Teil der Sitzungen ein Co-Therapeut hilfreich sein, bei schwererer körperlicher Beeinträchtigung des Patienten ist dies auch in der Einzeltherapie erforderlich. (S.32) Eine Ausweitung der Zahl der therapeutischen Sitzungen kann erforderlich sein, wenn die Gruppenmitglieder von ihrer Symptomatik her dem Äquivalenztyp zuzurechnen sind und entsprechend vielfältige Symptome aufweisen. Auch bei fortgeschrittener Symptomatik vor allem im Bereich der Motorik sollten die entsprechenden Übungen öfter und detaillierter als vorgegeben durchgeführt werden. In der Regel sollte von 30 Sitzungen ausgegangen werden, da möglichst viele Wiederholungen, möglichst häufiger Einsatz von Feedback (EMG-Biofeedback, Videoaufzeichnungen) und möglichst viele Übungen im Alltag entsprechend mehr Sitzungen benötigen (S.46)
Strukturierungsgrad
Gruppenstruktur k.A.
(Detailtiefe der Vorgaben, die vom Konzept formuliert werden)
Strukturierungsgrad Methoden mittel
Strukturierungsgrad Zeit hoch
Strukturierungsgrad Struktur mittel
Anmerkungen zur Struktur und Flexibilität Zur Erleichterung für den Anwender sind die Übungen und Themen in eine bestimmte Reihenfolge und einem bestimmten Zusammenhang gebracht worden. Der tatsächliche Verlauf des Trainings muss sich aber am individuellen Störungsbild der Patienten orientieren. Es ist daher durchaus denkbar, dass einzelne Übungskomplexe zu anderen Zeitpunkten oder in anderer Intensität angeboten werden oder ganz entfallen. (S.46)
Einbindung externer Ressourcen
Nachsorgemaßnahmen Es sollte die Möglichkeit zu Auffrischungssitzungen vorgesehen werden, die sechs bis zwölf Monate nach Abschluss des Programms angeboten werden können. Als Umfang haben sich je nach Situation der Patienten ca. sechs Sitzungen bewährt, die ersten drei im wöchentlichen Abstand, die nächsten drei je einmal pro Monat. Ziele der Auffrischungssitzungen sind: – Auffrischung der Lerninhalte – Motivation zur Durchführung der Übungen und Einsatz von Entspannung – Einsatz der erworbenen Fertigkeiten auch bei Verschlechterung der Symptomatik – Erwerb neuer Fertigkeiten für neue Symptome – Stärkung der Selbstkontrolle, Selbstverstärkung – Auffrischung des Feedbacks für Anspannung (z.B. Mimik) und Entspannung
Vorbereitungsmaßnahmen k.A.
Einbezug von Angehörigen Das Programm bezieht Partner der Kranken nicht ein, obwohl die Qualität der Beziehung von der Erkrankung beeinflusst wird und sich ihrerseits auf Krankheitsverlauf und Verarbeitung der Krankheit auswirkt. Der Therapiebaustein “soziale Fertigkeiten” vermittelt den Patienten neue Bewältigungsmöglichkeiten für Beziehungsprobleme. (S. 33)
Maßnahmen zum Alltagstransfer Im Training werden mit Techniken des Rollenspiels viele Alltagssituationen erprobt. Danach müssen die Patienten das Erlernte in den täglichen Ablauf ihres Alltags übertragen. Um dies zu erreichen, ist es absolut notwendig, dass die Übungen, die in der Therapiesitzung besprochen und eingeübt werden, auch zu Hause angewendet werden, so dass das Erlernte gefestigt wird und zunehmend wie selbstverständlich angewendet wird. (S.53) Methoden zum Alltagstransfer sind: – Mindestens einmal täglich Entspannung – Erstellen einer Verstärkerliste (S.67) – Rollenspiele zur Mimik und zum Sprechen – Mimikübungen (S.72) – Ab- oder Aufschreiben von Texten und dem Partner vorlesen (S. 80) – Gangübungen (S.84) – definierte Wege abgehen, Zahl der Schritte protokollieren (S.89) – Übungen vom Bett aufstehen (S.93) – Passanten auf der Straße ansprechen (S.93) – Schwierige motorische Alltagsaufgaben mit Hilfe von Pausen und Kraftübungen in den Alltag einbauen (S.96) – Kraftübungen zur Fingerbeweglichkeit (S.96) – Schreibübungen (S.100) – Telefonketten (S.103) – Sprechübungen (S.106) – Fremden erklären, warum man gerade ein bestimmtes Symptom hat (S.114) – Verwendung von Ruheformeln – Aufsuchen von kritischen Situationen und Wieder-/Neuaufnahme von Aktitvitäten (S.118) – Erstellen von Plänen für die nächsten 6 Monate (S.121)
Einbezug von Selbsthilfeorganisationen k.A.
Anmerkungen zu externen Ressourcen Sprechübungen und Gymnastik, die im Training enthalten sind, sind nicht als Ersatz für Krankengymnastik und Logopädie zu verstehen. Die Patienten sollen im Gegenteil ermutigt werden, Krankengymnastik, sportliche Aktivitäten beizubehalten oder aufzunehmen. Die Übungen zu den Sprechstörungen sollen anregen, sich gegebenfalls in logopädischer Behandlung zu begeben. (S.33)

Rahmenbedingungen

Angaben zu den Dozent:innen
Dozent:innen Für die Gruppen wird zumindest für einen Teil der Sitzungen ein Co-Therapeut hilfreich sein, bei schwererer körperlicher Beeinträchtigung des Patienten ist dies auch in der Einzeltherapie erforderlich. (S.32)
Qualifikation des Personals Das Buch wendet sich in erster Linie an Diplom-Psychologen, die in Verhaltenstherapie geschult sind und über Kenntnisse in Neurobiologie und Biologischer Psychologie verfügen. (Vorwort)
Besonderheiten zum Personal k.A.
Ausstattung und Material
Materialien der Schulung

Alle für die Durchführung der Schulung benötigten Arbeitsblätter und Folienvorlagen sind im Manual enthalten.

räumliche Voraussetzungen k.A.
Besonderheiten zur Ausstattung – EMG-Feedback-Geräte – Entspannungskassetten – Videokamera

Evaluation und Publikationen

Zusammenfassung der Evaluation

Quelle

Mohr, B., Müller, V., Mattes, R., Rosin, R., Strehl, U., Federmann, B., Pulvermüller, F., Müller, F., Birbaumer, N. (1996a). Behavioral treatment of Parkinson`s disease leads to improvement of motor skills and to tremor reduction. Behavior Therapy

Mohr, B., Müller, V., Rosin, R., Strehl, U., Birbaumer, N.(1996b). Verhaltenstherapeutisches Gruppentraining bei Morbus Parkinson: Eine Effizienzstudie

Evaluationsart

formativ, intern

Design

Prä-Post-Vergleich, kontrollierte Therapiestudie

Stichprobe

Das Patientenkollektiv war im Mittelwert 62 Jahre alt und seit sieben jahren als parkinsonkrank diagnostiziert. Der Schweregrad der Erkrankung wurde nach der Hoeh & Yahr-Skala im Mittelwert mit 2 (bilaterale Störung, keine Gleichgewichtsstörung) ermittelt. Die Patienten hatten im Schnitt eine zehnjährige Schulbildung genossen, ihr IQ betrug 116 Punkte.

Ausschlußkriterien waren eine Major Depression, Demenz, Substanzabhängigkeit oder andere psychiatrische Erkrankungen nach DSM-IV (APA, 1994) sowie somatische Erkrankungen. Insgesamt nahmen 41 Patienten mit ideopathischem Morbus Parkinson teil.

Die Interventionsgruppe bestand aus 20 Patienten (5 weiblich, 15 männlich) Die Kontrollgruppe bestand aus 21 Patienten (9 weiblich, 12 männlich)

Alle Patienten erhielten eine Kombination von L-Dopa, enweder mit einem Dopa-Agonisten und/oder einem MAO-Hemmer.

Kontrollgruppe

Interventionsgruppe: Zehnwöchige Verhaltenstherapie, bestehend aus Entspannungstraining, Training motorischer Fähigkeiten in den Bereichen Mimik, Sprechen, Schlucken, Haltung/Gehen, Automatisierte Bewegungsabläufe und Feinmotorik, Training sozialer Fertigkeien mit Hilfe von Rollenspielen. Zusätzlich unspezifische psychologische Behandlung zur Diskussion von Problemen und Informationsvermittlung über krankheitsspezifische Probleme

Kontrollgruppe: Unspezifische psychologische Behandlung, weniger strukturiert, enthielt folgende Elemente: Atemübungen, Diskussion von Problemen und Informationsvermittlung über Morbus Parkinson, kurze physikalische Übungen, kurze Entspannung (fünf Minuten) mittels Imagination einer angenehmen Landschaft

Gruppenzuweisung

randomisiert

Gruppengröße

Gesamt N:41[n(Interventionsgruppe)=20; n(Kontrollgruppe)=21]

Katamnese

Die Patienten wurden zu vier Zeitpunkten untersucht. Nach dem Erstgespräch, in dem klinische und demographische Daten wie IQ erhoben wurden, folgten Untersuchungen zu Beginn, nach Abschluss sowie sechs Monate nach Ende der Therapie.

Erhebungsinstrumente

Primäre Zielgrößen:

  • Reduktion des Ruhetremors
  • Verbesserung der motorischen Leistungsfähigkeit, die vor allem im Alltagsleben relevant ist
  • Verbesserung der Bewältigungsstrategien in stressbehafteten Situationen

Erhebungsinstrumente:

Subjektive Messungen:

  • Unsicherheitsfragebogen nach Ullrich de Muynck & Ullrich (1976)
  • Fragebogen zur Lebenszufriedenheit nach Herschbach (1993)
  • Beck-Depressionsinventar nach Hautzinger et al. (1993)
  • Fragebogen zur Therapieerwartung und zur Therapiebewertung
  • Fragebogen zur Therapeutenbewertung, der mehrfach ausgegeben wurde und zur Placebokontrolle diente
  • Die Therapeuten schätzen mit Hilfe der Goal attainment scaling nach Kiresuk und Sherman (1968, der für jeden Patiententen bestimmt wurde, ein, ob und wie gut die Therapieziele erreicht wurden

Neurologische Untersuchungsverfahren:

  • Einschätzung des Schweregrads nach Hoehn und Yahr (1976)
  • Beurteilung der einzelnen Symptome mit Hilfe der Unified Parkinson`s disease rating scale (UPDRS) nach Fahn et al. (1987)
  • Skala zur Bestimmung von Umfang und Qualität der “Activities of daily living” (ADL) nach Schwab und England (1969)
  • Motorische Leistungsserie (MLS) nach Schoppe (1974)
  • opto-elektronisches Kamerasystem (ELITE)
Schulungsleiter

Die Behandlung erfolgte durch drei klinische Psychologen. Das therapeutische Verhalten und die Adhärenz zum behandlungsmanual wurde durch unabhängige Beurteiler supervidiert. Die therapeutische theoretische Orientierung und das Training waren verhaltenstherapeutisch ausgerichtet.

Primäre Zielgrößen

Die Patienten zeigten in der verhaltenstherapeutischen Gruppe gegenüber der Kontrollgruppe prä-post Verbesserungen in verschiedenen Bereichen:

  • Feinmotorik: Verbesserung der Handschicklichkeit der dominanten Hand, erhoben mit der Motorischen Leistungsserie sowie nach Patientenbewertung und Therapeutenbewertung
  • Allgemeine Verbesserung im Bereich der Motorik: Mimik, Ruhetremor (Beine), Haltetremor, vom Stuhl aufstehen, weniger Hypokinese und weniger Bradykinese, erhoben mit der UPDRS
  • Verbesserung der Ganginitiierung, stabil bleibende Bewegungskoordination, erhoben mit dem ELITE-System
  • Bewältigung kritischer Situationen (Patientenrating), Verbesserung des Tremors und der Feinmotorik (Patientenrating und Therapeutenrating) sowie Verbesserung des Gangs (Therapeutenrating). Für beide Gruppen sahen die Therapeuten eine Verbesserung des Umgangs mit anderen Menschen.
  • Sowohl die Patienten- als auch die Kontrollgruppe stuften sich nach der Teilnahme am Trainingsprogramm im subjektiven Bereich (BDI, Unsicherheitsfragebogen, Fragebogen zur Lebenszufriedenheit) besser als zu Beginn ein.
Weitere Zielgrößen

Es werden signifikante und nicht-signifikante Ergebnisse berichtet.

Diskussion

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass das Training von motorischen und sozialen Fertigkeiten mit Hilfe von verhaltenstherapeutischen Techniken eine wichtige Ergänzung zur traditionellen Behandlung mit L-Dopa darstellt. Motorische Einschränkungen bei Morbus Parkinson, wie Tremor oder verschlechterte Feinmotorik, können durch spezifisches Verhaltenstraining verbessert werden. Es konnte ebenfalls gezeigt werden, dass unspezifische psychologische Betreuung keine postiven Effekte in der Symptomreduktion zeigt. Weiterführende Forschung ist notwendig, um festzustellen ob Verhaltenstherapie den Leistungsrückgang über längere Therapieintervalle reduzieren kann.

Train-the-Trainer

spezifisches TTT vorhanden? k.A.
Informationen zum TTT k.A.

Anmerkungen zum gesamten Programm

Stand des Eintrags: 07.03.2022