Diskussionsforum Reha-Kolloquium 2017

Patientenorientierung in der Rehabilitation

Beim 26. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium der Deutschen Rentenversicherung Bund vom 20. – 22. März 2017 in Frankfurt richtete das Zentrum Patientenschulung in Kooperation mit der Degemed ein Diskussionsforum aus.

Die Rehabilitanden stehen im Mittelpunkt ihrer Rehabilitation. Funktionsfähigkeit im Alltag, berufliche Leistungsfähigkeit (Rückkehr ins Erwerbsleben) und Lebensqualität der Patienten sind übergeordnete Ziele aller rehabilitativen Angebote. Die Prozesse der Bewältigung und Anpassung an chronische Erkrankungen können nur mit den Patienten und von ihnen selbst geleistet werden. Empowerment und Selbstmanagement stellen deshalb die vermittelnden Zielgrößen dar. Die in den letzten Jahrzehnten zunehmende Standardisierung von Rehabilitationsangeboten und -prozessen, wie z. B. auch die Manualisierung von Schulungsprogrammen, könnte diesem individuellen Fokus zuwiderlaufen. Die Patientenorientierung vor, während und nach der Rehabilitation ist deshalb umso bedeutsamer geworden.

Wie trotz Standardisierung und Verknappung zeitlicher und personeller Ressourcen eine patientenorientierte Versorgung und Patientenschulung (vor, während und nach der Reha) umgesetzt werden kann, soll aus verschiedenen Blickrichtungen diskutiert werden.

Die Leitfragen für die anschließende Diskussion waren:

  1. Warum schreiben und beraten die meisten Behandler nicht patientenorientiert?
  2. Wie lassen sich Patientenorientierung und Qualitätsstandards unter einen Hut bringen?
  3. Wird beim Thema Patientenorientierung der gesamte Behandlungsprozess vor, während und nach der Rehabilitation berücksichtigt?


Die Referenten haben sich dankenswerterweise bereit erklärt, die Vortragsfolien ihrer Impulsreferate zur Verfügung zu stellen, so dass sie an dieser Stelle herunter geladen werden können.

Impulsreferate des Diskussionsforums in Frankfurt, März 2017

Patientenorientiert informieren am Beispiel des Projekts www.vor-der-reha.de

J. Höder (Hamburg)


„Wie sage ich es dem Rehabilitanden?“ oder „Was möchte der Rehabilitand von mir wissen?“

A. Reusch (Würzburg)


Zielgruppenorientierte Patientenschulungen – der Blick von zwei Seiten

R. Schubmann (Möhnesee)


Vorbereitung auf die Zeit danach – Individualisierung vs. Erfüllung der Reha-Therapiestandards

E. Anton (Bad Kreuznach)


Wieviel Patientenorientierung steckt im neuen Entlassmanagement der GKV?

Ch. Lawall (Berlin)